Politik

Abstimmung über Vorstandsvergütung

Euroscheine

Der Aufsichtsrat börsennotierter Unternehmen muss in Zukunft ein von ihm entwickeltes System der Vergütungen den Vorstandsmitgliedern bei den jährlichen Hauptversammlungen vorlegen. In der Darstellung enthalten sein müssen die höchsten Vergütungen, die zu erreichen sind, eine genaue Aufschlüsselung des Vorstandsvorsitzes, die Stellvertretungen sowie den einfachen Mitgliedern eines Vorstandes.

Das soll Gegenstand der nächsten Kabinettssitzung sein. Künftig soll die Hauptversammlung über eine Vergütung ihr Einverständnis geben oder auch Verweigern können. Von der neuen Regelung sind die bestehenden Verträge ausgenommen und können nicht mehr angetastet werden. Man geht davon aus, dass besonders Aktionäre die es darauf abgesehen haben, räuberische Aktivitäten nutzen zu wollen, künftig keine Möglichkeit mehr haben, eine Handlungsfähigkeit der Hauptversammlungen herbeizuführen.

Beschlüsse der Schweiz haben hier eine Reaktion ausgelöst und man erhofft sich durch eine Verschärfung von Kontrollen und einer Transparenz bei den Vorstandsgehältern einen besseren Überblick bei und für die Aktiengesellschaften.

Aufgrund eines Volksentscheids wurde in der Schweiz beschlossen, Gehälter von Vorständen deutlich zu begrenzen und den Hauptaktionären diese Entscheidung bei den Hauptversammlungen zu überlassen. So teilte die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger von der FDP mit, dass in dem System auf jeden Fall feste und variable Entlohnungen sowie Vorteile als auch die Altersversorgung enthalten sein müssen.

In den Vorstandsvergütungen, die einem Aufsichtsrat bei den Hauptversammlungen vorgelegt werden soll, müssten auch Abfindungen sowie Antrittsgelder beinhaltet sein. Man gibt sich nicht mehr mit abstrakten Formulierungen zufrieden, es müsse viel ausführlicher und mit Fakten versehen sein. Dies soll Angaben beinhalten, die Zahlen nennt und die tatsächlichen Auswirkungen belegt.

Selbstverständlich sollen die Vorstandsverträge wirksam bleiben und deshalb soll der Beschluss lediglich im Innenverhältnis gelten. Der Aufsichtsrat hat nach wie vor die Möglichkeit über eine Abstimmung zu entscheiden ob und wie bestehende Systeme weiterverwendet werden sollen. Alles andere würde eher kontraproduktiv wirken und wäre keine große Hilfe, im Gegenteil, es würde sehr viele Schwierigkeiten verursachen. Dieses wolle man auf jeden Fall verhindern.

Foto: Euroscheine (über dts Nachrichtenagentur)

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