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Bahn: Gerüchte über bevorstehende Kostenexplosion bei Stuttgart 21 zurückgewiesen

Stuttgart 21

Vor der Volksabstimmung hat die Bahn Gerüchte über eine bevorstehende Kostenexplosion beim Bauprojekt Stuttgart 21 zurückgewiesen. „Wir werden dafür kämpfen, dass Stuttgart 21 innerhalb des Finanzierungsrahmens bleibt“, sagte Bahnvorstand Volker Kefer im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwochsausgabe).

Dafür sei es aber „erforderlich, dass alle Projektpartner an einem Strang ziehen. Und zwar in dieselbe Richtung.“ Dann könne es gelingen, den Finanzierungsrahmen von 4,5 Milliarden Euro einzuhalten. „Wir haben seriös gerechnet“, sagte Kefer, „aber ich kann nicht zehn Jahre auf den Euro genau in die Zukunft schauen.“

Sollte die Mehrheit der Baden-Württemberger am Sonntag für den neuen Bahnhof stimmen, so erwarte er, „dass sich die Landesregierung dann klar zu S 21 bekennt und dass wir wieder gemeinsam daran arbeiten“. Man könne nicht „erst demokratische Rechte einfordern und sie dann nicht gewähren, wenn einem das Ergebnis nicht gefällt“.

Kein Verständnis zeigte er für die Weigerung des Landes, sich an eventuell noch anfallenden Mehrkosten zu beteiligen. Mit Bezug auf eine Klausel im Finanzierungsvertrag sagte Kefer: „Wir haben damals ausgemacht, dass wir das Problem gemeinsam lösen. Zu dieser Vorgehensweise stehen wir, und wir fordern sie auch von den Projektpartnern ein. Wenn man in einem Vertrag etwas festlegt, kann man das nicht im Nachhinein einseitig verändern.“

(df)

Foto: Illustration des geplanten neuen Tiefbahnhofs Stuttgart (DB AG/Holger Knauf, Text: dts Nachrichtenagentur)

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