Politik, Wirtschaft

Bankenöffnung durch Zyperns Arbeitsminister bestätigt

Banken-Hochhäuser

Harris Georgiades, der stellvertretende Finanzminister und Arbeitsminister von Zypern, so berichtet die dts Nachrichtenagentur, bestätigte, die Banken in Zypern würden am kommenden Dienstag wieder geöffnet. Das erwähnte er gegenüber der „Bild-Zeitung“. Weiterhin sagte er, dass es gewiss zu einem Ansturm auf das Geld kommen werde, doch durch die Entscheidung der EU habe man ein stabiles Bankensystem, wodurch man nichts zu befürchten habe.
Die Beschränkungen, zu denen es kommen werde, seien nur temporär und es müsse vor allen Dingen das Vertrauen aller Anleger zurückgewonnen werden. Georgiades wollte keine Auskunft darüber geben, wie genau die Kapitalkontrollen aussehen.

In der Euro-Gruppe einigte man sich Sonntagnacht auf das Rettungspaket in einer Höhe von ganzen 10 Milliarden Euro. Dieses Geld wird nun an Zypern übermittelt. Seitens der zyprischen Regierung stieß man auch auf Entgegenkommen. Dort möchte man den Banksektor radikal minimieren. Infolge dessen sollen Kunden, die Einlagen von über 100.000 Euro hatten, einen Großteil des Vermögens nicht erstattet bekommen.

Es ist momentan unklar, wie hoch dieser Verlust wirklich ausfallen wird. In knappen 2 Wochen, also etwa Mitte April, wird der endgültige Vertrag zu dem Rettungspaket veröffentlicht. Bevor das geschieht, müssen noch vereinzelte europäische Parlamente zustimmen. Unter diesen befindet sich auch die deutsche Regierung. Zypern hat auf die Vereinbarung allerdings keinen Einfluss mehr, weil der Restrukturierung vorhandener Banken schon zugestimmt wurde.

Auf Zypern sind viele Menschen verzweifelt und wütend, aufgrund der geltenden Zahlungsbeschränkungen. Deshalb müssen auch Polizeistreifen präsent sein und jede Bank aufmerksam kontrollieren. In Fernseh- und Radiosendern riefen die Behörden zusätzlich zur Ruhe auf. Es wäre nur unvorteilhaft, wenn die Banken gestürmt würden. Zudem gelten für alle Transaktionen strenge Kapitalverkehrskontrollen. Eine von vielen Restriktionen ist, dass täglich nur 300 Euro ausgezahlt werden können. Diese Einschränkung gilt erst einmal nur 4 Tage, so heißt es in der Stellungnahme der Notenbank. Was danach geschieht, ist noch nicht ganz klar, doch es kann nur besser werden.

Foto: Banken-Hochhäuser (über dts Nachrichtenagentur)

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