Politik

Bundesregierung zum Handeln aufgefordert

Karstadt

Wieder einmal sorgt der Konzern Karstadt für Empörung, denn der Konzern kündigte eine Tarifpause von 2 Jahren an. Besonders SPD und Grüne stehen Nicolas Berggruen, als Investor von Karstadt und Ursula von der Leyen, CDU, sehr kritisch gegenüber.

Der SPD-Vorsitzende Ralf Stegner forderte von Ursula von der Leyen auf doch endlich zu handeln, denn sie hatte sich für den Investor sehr stark eingesetzt und nun soll sie sich für die Beschäftigten von Karstadt einsetzen. Stegner kritisierte, dass für die Regierung nur wer Arbeit schafft, sozial gilt, nicht aber die gute Arbeit selbst.

Klaus Barthel, der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, kritisierte an Berggruen seine mangelnde Offenlegung seines Beitrags für das Unternehmen Karstadt. Ebenfalls ist Barthel der Meinung, dass die Märkte, die Beschäftigten und die Kunden ein sehr fragwürdiges Signal empfangen würden und damit kämen Zweifel auf, denn abermals würden die Beschäftigten zur Kasse gebeten und Berggruen nutze dies schamlos aus.

Ein Handeln von der Bundesregierung wäre daher dringend erforderlich, denn es müsse bei Leiharbeit, Minijobs und Werkverträgen sofort etwas unternommen werden, um die Beschäftigten vor der Ausbeutung zu bewahren. Gerade der Einzelhandel sei von den schwierigen Arbeitsbedingungen betroffen und dies müsse endgültig ein Ende haben.

Auch Kerstin Andreae, die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, ist nicht begeistert von Arbeitsplatzabbau, Streichung von Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld sowie dem Flächentarifausstieg. Das ist ihrer Meinung nach völlig unsozial und man müsse auch das Engagement der Frau von der Leyen hinterfragen. Hier dürfe man die Augen vor der Realität nicht verschließen, denn es dürfe einfach nicht sein, dass die Belegschaft, die sowieso schon in der Vergangenheit viel hat einstecken müssen, weiter dafür bluten sollen.

Ein Sanierungsplan dürfe müsse offen gelegt werden und der Betriebsrat sowie die Arbeitsministerin müssten mit anwesend sein, damit die Beschäftigten wenigstens eine Chance auf Fairness haben. Für die Belegschaft bedeutet die Übernahme von Berggruen nicht den versprochenen Tag der Freude.

Foto: Karstadt (über dts Nachrichtenagentur)

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