Wirtschaft

C-Waffen-Einsatz von Assad weiterhin abgestritten

Bild von Baschar al-Assad auf einer Syrien-Demonstration

In einem Interview mit dem „Spiegel“ äußerte sich der syrische Präsident Assad zur Kontrolle der Chemiewaffen, zur Rolle der USA, Russlands und Deutschlands sowie zu eventuellen Neuwahlen. Weiterhin streitet er Giftgasangriffe auf die Zivilisten vehement ab. Er sagt, dass keine Chemiewaffen verwendet wurden und er nicht die eigene Bevölkerung umbringt. Den Bericht der UNO vom 21. August zu Giftgasangriffen zweifelt er an, da seiner Meinung nach niemand sicher sagen kann, ob Raketen eingesetzt wurden. Er wirft den Rebellen den Einsatz von Sarin vor.

Anlässlich der beginnenden Chemiewaffeninspektionen äußerte Assad Transparenz. Jede Anlage dürfe von den Experten inspiziert werden. Die Regierung wird den Experten alle Daten geben. Die Chemiewaffen sind bis zu ihrer Zerstörung „sehr gut geschützt“.

Kritisch äußerte sich Assad über die Weltgemeinschaft. Er ist der Meinung, dass der Westen eher der al-Quaida als ihm vertraue. Er sagte über Obama, dass er nichts als Lügen zu bieten habe, und sieht hingegen in den Russen wahre Freunde, da sie nach seiner Ansicht besser verstehen, worum es geht.

Assad hält Deutschland als Vermittler in Europa geeignet und würde sich freuen, wenn deutsche Gesandte mit ihm in Damaskus über die tatsächlichen Verhältnissen sprechen würden. Assad gesteht eine Kooperation der syrischen Armee mit Vertretern der Hisbollah bei den Kämpfen im Gebiet an der Grenze zum Libanon ein. Auf die Frage nach einer Lösung im Rahmen von Verhandlungen entgegnete Assad, dass er nicht mit Militanten verhandeln wolle und dass eine Opposition nicht bewaffnet sei. Vor dem Ende seiner Amtszeit im August 2014 bietet er Neuwahlen an. Er kann jedoch gegenwärtig nicht sagen, ob er dann selbst wieder kandidieren wolle. Er will nicht mehr antreten, wenn er den Willen seiner Bevölkerung nicht mehr hinter sich weiß. Assad gesteht persönliche Fehler Einzelner ein und gibt zu, dass es keine Alternative zum Glauben an den Sieg gibt. Er sorge sich nicht um sich selbst, denn sonst hätte er das Land schon längst verlassen.

Foto: Bild von Baschar al-Assad auf einer Syrien-Demonstration (über dts Nachrichtenagentur)

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