Politik

CDU-Politiker Willschs Kritik an der Euro-Rettungspolitik wird lauter

Klaus-Peter Willsch

Klaus-Peter Willsch, ist CDU-Bundestagsabgeordneter und hat zum Jahresende noch einmal seine Kritik gegenüber der Euro-Rettungspolitik verschärft. So sagte er gegenüber "Handelsblatt-Online", das er die Euro-Rettungspolitik nach wie vor ökonomisch gesehen für falsch halte, aber auch für unvertretbar gegenüber der Generation, die nachkommt. Willsch sagte hierzu weiter " das hierdurch auch das friedliche Miteinander aller Europäer gestört werde.

Diese Haltung vertrete er auch dann, wenn von der Fraktionsspitze der Union gegen ihn bereits vorgesehene "Sanktionen" ausgehen. Willsch sagte hierzu weiter, dass er seine Meinung zu diesem Thema auch weiterhin deutlich sagen wird, denn er steht ganz fest dahinter. Bereits in der letzten Wahlperiode ist er hierbei auf viel Kritik gestoßen, da er immer wieder seinen offenen Widerstand gegen die Rettung des Euros kundtat. So ereilte ihn die Kritik auch aus den eigenen Reihen allen voran die der Kanzlerin Angela Merkel. Und so blieb sein Widerstand auch nicht ganz ohne Folgen.

Denn als Konsequenz hieraus hat er nun seinen Sitz, den er im Haushaltsausschuss des Bundestages innehatte, hierbei handelte es sich um den Sitz einer sehr einflussreichen Runde im Parlament, verloren. Nachdem er nun diesen Sitz verloren hat, arbeitet er in Zukunft im Ausschuss für Energie und Wirtschaft, einem Ausschuss, der neu gebildet wurde. Willsch war seit dem Jahr 2002 im Haushaltsausschuss tätig, seit 2009 hatte er sogar den Posten des Obmanns der CDU/CSU Fraktion im Bundestag inne. Doch auch wenn Willsch diese Abstrafung durch die Fraktion so einfach hinnimmt, so wird sich auch in Zukunft nichts an seiner Meinung ändern und er wird sich auch weiterhin zur Euro-Politik kritisch äußern.

So sagte der CSU-Politiker weiter, dass er zu diesem Komplex seine anfallenden kritischen Nachfragen in Zukunft nicht mehr wie bisher in nicht öffentlichen Sitzungen der Arbeitsgruppen oder des Ausschusses stellen wird, sondern es stattdessen im Plenum oder Fraktion tun wird.

Foto: Klaus-Peter Willsch (Deutscher Bundestag / Lichtblick/Achim Melde, Text: über dts Nachrichtenagentur)

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