Wirtschaft

Der Bahn droht ein Zwangsgeld von der Bundesnetzagentur

Schienen am Bahnsteig

Als wären die Ereignisse in Mainz nicht schon schlimm genug gewesen, da kommt die nächste Hiobsbotschaft aus dem nordhessischen Bebra. Die Personalnot der Deutschen Bahn ist mittlerweile stark verbreitet und sorgt immer mehr für Schwierigkeiten. Die Bundesnetzagentur untersucht nun in ihrer Funktion als Aufsichtsbehörde die Problematiken. Die Schwachstellen der Bahn häufen sich derart, dass die Bundesnetzagentur sich verpflichtet sieht, Zwangsgeldandrohungen zu verschicken. Diese richten sich an die Bahn-Tochter DB Netz AG und man hofft, dass der Konzern die Probleme nun endlich in den Griff bekommt. Jochen Homann, der Präsident der Bundesnetzagentur hat mitgeteilt, dass man schon rechtzeitig auf die Probleme im Mainzer Stellwerk hingewiesen hätte und auch das sei eigentlich nur die Spitze des Eisberges, denn die Deutsche Bahn habe weitaus mehr Probleme, als sie zugegeben haben.

Aus diesem Grund treten nun auch im Verkehrsknotenpunkt in Bebra Probleme auf. Auch hier kommt es zu Behinderungen, denn auch hier habe man es versäumt, rechtzeitig für eine ausgewogene Personalvorsorge zu sorgen. Das sei nun, laut Homann, Grund genug hier mit einem Zwangsgeld zu drohen, denn man könne es nicht länger hinnehmen, dass Probleme verschleppt anstatt geändert werden. Die Beeinträchtigungen sind nicht länger hinnehmbar. Im April hatte die DB Netz AG zugesichert, in Bebra die im Stellwerk vorhandenen Engpässe bei dem Personal zu beseitigen. Doch bisher sei nichts dergleichen geschehen.

Der Präsident der Netzagentur Homann kritisierte weiter, dass das Unternehmen noch immer keine langfristigen oder auch nachhaltigen Behebungen bei den Problemen wie dem Personalengpass vorlegen konnte. Ein weiterer Grund sei aber auch das Eisenbahnregulierungsgesetz, auch hier gab es massive Probleme in den Stellwerken. Hier wären schärfere Regulierungen zum Tragen gekommen, die der Bahn vielleicht ein Anreiz gegeben hätten, effizienter die Mittel zu verwenden.

Selbst das Unternehmen Bahn wäre an dem Eisenbahnregulierungsgesetz interessiert gewesen, doch diese Bemühungen konnten nicht umgesetzt werden, da der Widerstand einiger Länder zu groß war.

Foto: Schienen am Bahnsteig (über dts Nachrichtenagentur)

Leave a Comment