Wirtschaft

Der Einbau neuer Achsen beim ICE durch Eisenbahnbundesamt blockiert

Reisende am Bahnhof

Als wenn Kunden der Bahn nicht schon genug mit Ausfällen rechnen mussten, werden diese mit noch mehr Verspätungen rechnen müssen, denn das Eisenbahnbundesamt reagierte auf die Forderungen nach neuen ICE-Achsen mit Ablehnung. Leider ergeben sich dadurch aber erneute Probleme, die für die Kunden unangenehme Folgen nach sich ziehen. Ein Sprecher der Bahn bestätigte, dass man nicht nachkäme, die Achsen auszutauschen und somit Verzögerungen nicht zu vermeiden wären. Auch könne man keinen genauen Termin nennen, denn es sei nicht abzusehen, bis wann der Austausch beendet ist.

Betroffen sind die Strecken, die durch das Ruhrgebiet sowie über Köln und Frankfurt in Richtung Süddeutschland oder auch Niederlande, denn hier sind die Züge des Typs ICE 3 betroffen. Auslöser war im Juli 2008 ein Achsbruch im Hauptbahnhof Köln, seitdem müssen die Wagen nach 30.000 Kilometer, was ungefähr einmal im Monat bedeutet, zu einem Ausführlichen Untersuchung per Ultraschall in eine Werkstatt. In dieser Zeit ist es natürlich nicht möglich die Wagen fahren zu lassen, deshalb kommt es zu ausfällen, denn die Untersuchung nimmt Zeit in Anspruch.

Die Ausfälle finden hauptsächlich zu Zeiten, die besonders verkehrsreich sind, wie Wochenenden beim Fernverkehr, statt. Dennoch erklärte Hartmut Sommer, ein Bahnsprecher, dass es für Reisende keine Probleme geben würde und sie mit keinerlei Auswirkungen rechnen müssten. Der Fahrgastverband ProBahn sieht dies allerdings ganz anders, denn hier ist man der Meinung, dass man mit überfüllten Zügen rechnen müsse und dies würde zu einer sehr angespannten Situation führen. Sommer hofft auf eine Zulassung des Eisenbahnbundesamtes, denn dann könne man die Achsen austauschen und sich die vielen Prüfungen ersparen, die sehr zeitaufwendig sind. Das Amt verlangt einen Nachweis, dass ein Austausch nötig ist, erst dann kann man eine Genehmigung geben. Dies löste den ganzen Konflikt erst aus. So spricht auch der CSU Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer von einer „Verhinderungsmaschinerie“ jedoch die Fahrgastorganisation PorBahn findet die Forderungen nach noch mehr Tests hilfreich, denn die Züge fahren mit einem Tempo von 300 km/h in der Stunde und befördern Fahrgäste und um deren Sicherheit ginge es letztendlich. Dies verkündete der Sprecher von ProBahn Lothar Ebbers.

Foto: Reisende am Bahnhof (über dts Nachrichtenagentur)

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