Politik, Wirtschaft

Die Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetz wird von Dena-Chef Kohler gefordert

Windräder

Stephan Kohler, der Cef von Dena, Deutsche Energie-Agentur, hat deutlich eine Änderung bezüglich des EEG, Erneuerbare-Energien-Gesetz gefordert, denn die heutige Form sollte unbedingt abgeschafft werden. Ein Ausbau der Solaranlagen oder auch der Windräder sollte nur noch zugelassen werden, wenn die Anlage auch in bestehende Versorgungen integrieren lässt.

Kohler will das EEG nicht nur reformieren, er will eine komplette Änderung und stellt ein neues Konzept vor, dass die Netzbetreiber zumindest über Zeit und Ort eines Ausbaues von Leitungskapazitäten bekannt geben und auch, mit was man rechnen muss.

Ein Bau oder Ausbau von Fotovoltaikanlagen, sowie Windrädern soll öffentlich ausgeschrieben werden und auch nur da, wo es die Kapazitäten es auch zulassen. Einen Zuschlag soll der Betreiber bekommen, der das günstigere Angebot macht. Mit diesem Vorschlag bricht Kohlers Konzept die Grundsätze des EEG. Kohlers Konzept sieht vor, den Einspeisevorrang abzuschaffen. Kohler ist der Meinung, dass man so eine Einspeisung durch Quellen aus erneuerbaren Energien noch vor den anderen Erzeugungsarten garantieren kann.

Der Dena-Chef äußerte sich über die Stromproduzenten durch erneuerbare Quellen dahin gehend, ihnen die Möglichkeit einzuräumen, ihren Strom selbst zu vermarkten und nicht wie bisher, die Vergütung des EEG angewiesen zu sein. Die Preise liegen meistens deutlich über denen von der Strombörse. Durch eine direkte Vermarktung ist freiwillig, doch eine Rückkehr zu dem sicheren System ist zu leicht möglich.

Die Vorstellungen des Dena-Chefs sehen vor, dass es in einigen Jahren nur noch eine Direktvermarktung geben soll, die natürlich auch mit Risiken verbunden ist. Das gilt hauptsächlich für die Neuanlagen. Durch den Druck kommen noch innovative Dienstleister mit Sicherheit ebenfalls auf den Markt.

Die Aufteilung der Dena setzt sich aus 50 Prozent der Bundesrepublik Deutschland, mit 26 Prozent durch die KfW, der staatlichen Förderbank, der Allianz, der Deutschen Bank sowie die DZ Bank mit jeweils nur wenigen Prozent zusammen. Die Bundesministerien der Wirtschaft, die Umwelt sowie der Verbraucherschutz sind Teil des Aufsichtsrates. Die Politik ist zwar für eine Reform, doch das EEG wollen sie nicht verändern.

Foto: Windräder (über dts Nachrichtenagentur)

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