Technik

Eine Fusion von O2 und E-Plus sorgt nicht für großen Wirbel

O2-Logo

Die Unternehmen O2 und E-Plus planen eine Fusion, dazu hat auch die EU eine Meinung. Joaquin Almunia, der EU-Wettbewerbskommissar, hat allerdings keine einwende. Die beiden großen Mobilfunkgesellschaften sorgen mit ihrer Fusion bei Almunia nicht für Aufregung, denn er persönlich hegt keine Bedenken. Im Grunde spricht nichts gegen eine geplante Fusion. Verhandlungen der Mobilfunkgesellschaften mit den Kabelbetreibern die innerhalb der Konzerne können durchaus positiv sein. Solange die Preise in einem vernünftigen Rahmen bleiben, hat niemand Bedenken.

Der EU-Wettbewerbskommissar Almunia sieht keinen Handlungsbedarf, deshalb gibt es auch keine Aussage für oder gegen eine Fusion.

Almunia hält es durchaus für akzeptabel, dass die Fusion stattfindet, denn laut Almunia, gibt es Länder mit mehreren Anbietern und in Deutschland verringert sich die Zahl der Anbieter auf drei. Für die Wettbewerbsbehörde ist dies kein Anlass zum Handeln. Allerdings dürften es auf keinen Fall weniger als drei Anbieter sein. Erst dann besteht die Möglichkeit, einzugreifen.

Nur zwei Anbieter oder gar ein Monopol sind allerdings nicht akzeptabel und dann müsste die Behörde unbedingt eingreifen. Almunia sieht allerdings in Deutschland keinen Handlungsbedarf. Andreas Mundt vom Bundeskartellamt sieht hier jedoch massiv Nachteile, die besonders die Verbraucher trifft. Bisher galt immer E-Plus als Preisbrecher auf dem Markt, wenn der jedoch wegfällt, dann könnte es massive Einbrüche geben. Der Chef von dem Bundeskartellamt wäre es wichtig, wenn er selbst dafür sorgen könnte, dass man hier bei seiner Behörde die Angelegenheit prüfen und entscheiden würde. Mundt möchte verhindern, dass Almunia die Angelegenheit übernehmen will.

Die Anbieter sind sehr groß und daher ist auch das Geschäft von großer Bedeutung, so erscheint es ganz klar, dass hier nur die EU-Wettbewerbskommission darüber eine Entscheidung fällen kann. Diese Meinung vertritt jedenfalls der Kommissar Almunia. Alles, was jetzt noch notwendig ist, ist eine Freigabe aus Brüssel. Hier ist bereits ein Antrag gestellt worden. Wenn dieser bewilligt wird, dann kann die Kommission zusammenkommen und eine Entscheidung treffen.

Foto: O2-Logo (über dts Nachrichtenagentur)

Leave a Comment