Politik

Gegen Mursi hat das Militär ein Ausreiseverbot verhängt

Mohammed Mursi

In Ägypten hat das Militär dem Präsidenten Mohamed Mursi ein Ultimatum gestellt und nach Ablauf wird gegen ihn und den Chef sowie dessen Vize der Muslimbrüder ein Ausreiseverbot verhängt. Es wurden auch an einigen wichtigen und strategisch wertvollen Punkten Armeefahrzeuge platziert und somit in Kairo ein Zeichen gesetzt. Es sind auch Hunderte Soldaten in der Nähe des Präsidentenpalastes aufmarschiert, doch die Armee hat weder sich geäußert noch haben sie etwas unternommen.

Niemand weiß genau, wo sich der ägyptische Präsident Mursi aufhält, ein Berater verkündete, dass Mursi sich von einer Kaserne um die Amtsgeschäfte kümmern würde. Mursi habe angeblich zu einem Widerstand ohne Gewalt aufgerufen. Ein ägyptischer Fernsehsender berichtete, dass sich nur noch der Präsident in dem Palast befinden soll und alle Mitarbeiter schon längst den Präsidentenpalast verlassen haben sollen. Für Essam al-Haddad, der außenpolitische Berater von Mursi, steht fest, dass es sich bei den jüngsten Ereignissen um einen Militärputsch handelt, dies erklärte er über Facebook. Er betonte aber auch, dass nicht immer die Muslimbrüder für alles zuständig und verantwortlich seien, wenn in Ägypten etwas schlecht oder schief läuft. Er findet es auch sehr bedauerlich, dass die Landsleute in Ägypten den Präsidenten nicht mehr unterstützen und auch die Bereitschaft dazu immer weniger wird. Noch bevor das Ultimatum der Armee abgelaufen war, verkündete das Präsidialamt eine Erklärung von Mursi, in der Präsident Mursi eine Koalitionsregierung vorschlägt, um so die Krise aufzulösen, doch einen Rücktritt, so in der Erklärung, lehnte der Präsident aber weiterhin ab.

Der Opposition warf er sogar vor eine friedliche Einigung zu verhindern und somit forderte er auch von dem Militär sich darauf zu besinnen unparteiisch und neutral zu bleiben. Es sei nicht richtig sich auf die Seite der Opposition zu stellen. Nach Ablauf des Ultimatums reagierte bisher die Armee noch nicht auf diese Erklärung. Zuvor hatte das Militär angekündigt, in Zukunft eigene Pläne umzusetzen. Noch immer finden Gespräche zwischen der Armee und der Opposition statt.

Foto: Mohammed Mursi (über dts Nachrichtenagentur)

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