Politik, Wirtschaft

Großer Streit über Bankenregulierung

Frankfurter Bankenhochhäuser

Einen offenen Streit liefern sich die Deutsche Bundesbank und die US-Notenbank Frederal Reserve, auch Fed genannt, über die zukünftige Bankenregulierung. Auslöser für diesen offenen Streit sind die Pläne der Fed, diese will den in den USA befindlichen Auslandsbanken sehr viel höhere Auflagen machen, das jedoch sei aber laut der Bundesbank sehr einseitig. Sabine Lautenschläger erklärte, dass in einer globalen Finanzwelt nur gewinnen kann, wenn man über ein Regelwerk verfügt, das weltweit abgestimmt ist, auch müsse eine Zusammenarbeit beobachten und nur so könne man auch gewinnen.

Die Richtlinien Basel III, auf dem Kapitalmarkt wurden in einem Abkommen von den USA mitgetragen. Sie bedeuten eine widerstandsfähige Grundlage für Banken, die international tätig sind, und bedeuten eine erhebliche Verbesserung. Nationale Aufseher überwachen grenzüberschreitende Aktivitäten. Doch Auslöser für die Debatte war, dass die Notenbank eine Sonderregelung bei Auslandsbanken die sich in den USA befinden plant.

Damit Geld bei einer Krise vorhanden ist, sollen die Banken, die nicht amerikanisch sind, ein Kapital zu Sicherheit vorlegen. Die Entscheidungen über das Kapital hatten bisher die Aufseher der jeweiligen Länder. Bei den Konzernen und den Regulierern gab es vorher keine Schwierigkeiten.

Doch vor allem die Deutsche Bank hat ein sehr großes US-Geschäft, daher dürfte es diese besonders empfindlich treffen. Man müsste mit großen Einbußen rechnen, da man die Vorlage nicht mehr günstiger anlegen könnte. Mit diesen Vorschlägen hat die Fed sich sogar bei der Bankenlobby von der Wall Street Feinde gemacht.

Der Cheflobbyist von dem Bankenverband FSR, Financial Services Roundtable in Washington, ist gegen die Pläne von Fed, denn er befürchtet große Probleme und Einmischungen von anderen Ländern, wie Deutschland. Seine Bedenken sind, dass die Banken sich dann empfindlich um die US-Banken kümmern wollen.

Viele sind der Meinung, dass die Fed Pläne sich kontraproduktiv auswirken werden und man mit erheblichen Konsequenzen rechnen müsse. Man sieht auch die Stabilität des Finanzsystems in Gefahr. Doch jeder könne zurzeit seinen Kommentar darüber abgeben.

Foto: Frankfurter Bankenhochhäuser (Moritz Sirowatka, Lizenztext: über dts-news.de/cc-by)

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