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Internet-Tarife vergleichen kann sich lohnen

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In diversen Printmedien, aber auch in kaum noch zählbaren Werbespots im TV wird stets aufs Neue für einen Wechsel des aktuellen Internetanbieters plädiert. Eines der zentralen Argumente, mit dem potentielle Kunden zu einem solchen Schritt motiviert werden sollen, besteht in einer vermeintlich unschlagbar niedrigen Grundgebühr.

Weil aber nahezu jeder der Akteure auf seine geringen Kostensätze verweist und damit Promotion in eigener Sache betreibt, entsteht beim Adressat der Werbung rasch eine gewisse Verwirrung und ein diffuses Gefühl von Unklarheit. Lohnt es sich überhaupt, Internet-Tarife miteinander zu vergleichen? Oder bestehen nicht weitestgehend einheitliche Konditionen mit höchsten marginalen Abweichungen im Preis- und Leistungsspektrum?

Betrachtet man das Feld der miteinander um Neukunden wetteifernden Anbieter einmal mit schärferem Blick, so kristallisieren sich in der Tat durchaus signifikante Unterschiede heraus, die einen Vergleich von Internet-Tarifen unbedingt angeraten erscheinen lassen. Denn in quasi allen zentralen, leistungsbildenden Faktoren sind entscheidende Differenzen vorhanden, die sich im Kontext eines Tarifvergleiches ausfiltern lassen.

So lässt sich bspw. eruieren, welche Geschwindigkeit die jeweiligen Anbieter ihren Kunden für das Surfen im Netz zur Verfügung stellen. Eine gängige Mindestanforderung, die Verbraucher zunehmend für sich proklamieren, besteht in einem Speed von wenigstens 16 MBit/s (d.h. 16.000 kBit/s). Möchte man hingegen nur seine Emails sporadisch abrufen, genügt auch etwas weniger Tempo, zumal sich dieses in einem niedrigeren Preis ausdrücken kann.

Optional ist ferner, ob sich eine Flatrate für Telefonate im Umfang des Leistungskataloges befindet oder nicht. In Zeiten, wo schon kleine Kinder mit Handys oder gar mit Smartphones ausgestattet sind, greift längst nicht mehr jeder „Wortwillige“ zum Telefonhörer im klassischen Sinn. Verzichtet man auf eine Flatrate für das Telefon, sinken die monatlichen Grundpreise im Allgemeinen. Dies gilt erst recht für den Fall, dass angesichts einer üppig vorhandenen mobilen Telefonie gleich ganz auf einen Festnetzanschluss verzichtet werden soll.

Die vorgenannten Parameter sind mit einem weiteren Aspekt gekoppelt, der für viele Kunden von schlechthin zentraler Bedeutung ist. Denn die Vertragslaufzeit und damit die (Mindest-) Bindung an einen spezifischen Dienstanbieter kann eine herbe Schattenseite eines an sich finanziell durchaus günstig erscheinenden Gesamtpaketes sein. Schließlich bedeutet ein bestimmter Preis, der heute als günstig zu rubrizieren ist, mitnichten, dass auch in sechs, acht oder zwölf Monaten noch ein gutes Angebot gegeben ist. Wer sich dann bis zu zwei Jahre an einen konkreten Anbieter bindet, büßt die Freiheit ein, auf Entwicklungen am Markt flexibel reagieren zu können und eventuell in der Zukunft ein noch besseres Schnäppchen zu ergattern.
All diese diffizilen, miteinander eng verwobenen Aspekte lassen sich im Wesentlichen nur im Zuge eines Internet-Tarifvergleiches hinreichend präzise feststellen. So findet sich ein günstiges Angebot ohne böse Nebenfolgen am Leichtesten.

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