Wirtschaft

Keine Renditen mehr für den Vorstand der Deutschen Bank?

Deutsche Bank

Eine Eigenkapitalrendite soll nicht mehr für den Vorstand der Deutschen Bank erwirtschaftet werden. In Zukunft soll ein Teil der erfolgsabhängigen Vergütung von anderen Kriterien abhängen. Das Vergütungsmodell hat Paul Achleitner in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzenden erarbeitet und soll als ein Zeichen für den Wandel sein, der von den Co-Vorsitzenden Anshu Jain und Jürgen Fitschen angekündigt wurde.

Josef Ackermann hatte in seiner Funktion als Vorstandschef im Jahr 2003 das Vergütungsmodell für die Vorstände ausgerufen. Das bedeutete für die Vorstände ein sehr großer Bonus. Aber die Eigenkapitalrendite ist auch weiterhin sehr wichtig für die Investoren, daran würde sich nichts ändern. Um sich nicht von den Finanzmärkten verabschieden, dürfen die Banken nicht darauf verzichten. Es soll lediglich die Vergütung geändert werden.

In jedem Fall wird man sich mit dem Kulturwandel sehr viel intensiver beschäftigen und zu diesem Thema sollen auch Vertreter von der Arbeitnehmerseite gehört werden.

Wer an den Gesprächen teilnehmen wird, ist noch nicht geklärt aber die Details über die Vergütung stehen inzwischen schon fest. Achleitner geht sogar so weit, dass er zur Abstimmung bei der Hauptversammlung abstimmen lassen will. So soll ein langfristiger Bonus bestimmt werden, der sich durch Wertsteigerung, Kundenzufriedenheit und der Dividende errechnen soll. Mehrere Faktoren spielen bei der Vergütung eine Rolle, denn man möchte verhindern, dass die Manager sich nicht lediglich an einem Gewinn, sondern auch an der Gesamtheit und deren Wirkung orientieren.

Einfluss sollen auch Mitarbeiterzufriedenheit, Kapitalquote, Kostenmanagement sowie Gewinn haben. Es sollen keine weiteren Risiken eingegangen werden, deshalb ist eine Änderung der Vergütung dringend notwendig.

Die Übernahme der Postbank war schon ein Kraftakt, der sich aber noch durch die Finanzkrise deutlich verschlechtert hat.

Das Ende der Ackermann-Ära hat gezeigt, dass mittlerweile viele Änderungen notwendig sind und man sich den neuen Gegebenheiten anpassen muss. Das heißt auch, dass die Bilanz verkleinert werden muss, dies haben die Quartalszahlen deutlich bewiesen.

Foto: Deutsche Bank (über dts Nachrichtenagentur)

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