Politik

Kritik an Röslers Position

Philipp Rösler

Die Zahl der Kritiker an Rösler aus den eigenen Reihen wird immer größer, denn die Parteikollegen der FDP haben Philipp Rösler in seiner Funktion als Parteichef stark kritisiert. Grund hierfür ist, dass sich Rösler keine eindeutige Stellung gegen die Krisenpolitik der EZB, der Europäischen Zentralbank, sowie gegen Mario Draghi, der Präsident der Bank, bezogen hat.

Laut der Forsa-Umfrage haben besonders die Liberalen den Stopp von den Rettungsmaßnahmen des Euros ausgesprochen. Die Meinung von dem Finanzexperten der FDP Frank Schäffler ist, dass man bei der FDP sich bewusst wäre, dass man sich von der EZB den Wohlstand nicht drucken lassen kann. Tatsache ist aber auch, dass die FDP immer mehr Wähler verliert, bisher sogar schon zwei Drittel. Insbesondere liegt es nach Meinung von Schäffler daran, dass die Parteiführung sich zu sehr zurückhaltend zeigt, was die Marktwirtschaft anbelangt, man könne sich nicht nach den sozialdemokratischen Richtlinien halten.

Der Bundestagsabgeordnete Lutz Knopek und auch Parteifreund von Schäffler sieht großen Handlungsbedarf, denn die Bürger haben durch eine große Mehrheit sehr deutlich gemacht, dass sie für ein Ende des Rettungsprogrammes der EZB und des Euros sind. Die Mehrheit ist auch dafür, dass die Maßnahmen sofort beendet werden. Nur wenige waren diesbezüglich unentschlossen.

Dass in den eigenen Reihen und viele Anhänger der Linken sich für einen Stopp ausgesprochen haben, sollte Rösler zu denken geben. Bei den anderen Parteien sind deutlich weniger dagegen, doch die Parteikollegen fordern von Rösler endlich, ganz klar Stellung zu beziehen. Man fordert von dem Bundesverfassungsgericht einen Stopp der Rettungsmaßnahmen, aber dazu braucht man nach Meinung von Schäffler und Knopek klare Stellungsnahmen, die deutlich machen, wie die Situation tatsächlich ist. Diejenigen die Probleme mit der Maßnahme haben, verteilt sich wie folgt: Bei der FDP auf 63 Prozent, die Linkspartei mit 53 Prozent, die SPD mit 48 Prozent, bei der CDU kommt man auf 47 Prozent und die Grünen sind mit 39 Prozent vertreten.

Foto: Philipp Rösler (über dts Nachrichtenagentur)

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