Wirtschaft

Länder und Bund beraten darüber wie die Autobahnen sicherer werden

Autobahn

Am letzten Montag haben sich Experten von Ländern, Bund, Verbänden sowie Forschungseinrichtungen, Automobilclubs und der Automobilindustrie am Runden Tisch zusammengefunden, um sich über sinnvolle Maßnahmen zu verständigen, die der Sicherheit auf Autobahnen zu Gute kommen sollen. Insbesondere das Falschfahren auf der Autobahn stand im Mittelpunkt dieser Zusammenkunft. Man verständigte sich darüber, dass es ein gemeinsame Ziel Aller, also Länder, Bund und den Akteuren sein sollte, die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten und so auch dem Falschfahren auf der Autobahn entgegenzuwirken. Gleiches wurde auch im Anschluss dieses Treffens von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer bekräftigt. Näheres hierüber war jedoch noch nicht zu erfahren. Doch soll die nächste im April stattfindende Verkehrsministerkonferenz der Bundesländer darüber entscheiden, welche maßgeblichen Schritte hierfür denkbar wären. Ein Vorschlag hierzu, über den in der nächsten Verkehrsministerkonferenz beraten werde soll, wären die „Geisterfahrerwarntafeln“, welche bereits auf Teststrecken im Bundesland  Bayern erprobt wurden. In den nächsten Monaten sollen deshalb Konzepte erarbeitet werden, welche die Aufstellung solcher zusätzlichen Warntafeln an Unfallschwerpunkten vorsieht. Des Weiteren wurde auch auf den Plan gerufen, dass von der Bundesanstalt für Straßenwesen in Zukunft Prüfkriterien entwickelt werden sollen, die der Sicherheit an den Autobahnanschlussstellen dienen werden. Ebenso sollen in diesem Zusammenhang die Richtlinien die für die Straßenmarkierungen bisher galten, überarbeitet werden. Diese Überarbeitung soll in erster Linie helfen, die Autobahnzufahrten sicherer und die optische Führung besser zu machen.

Im Jahr sind es laut Verkehrsministeriums circa 1800 Falschfahrer, die auf deutschen Straßen in falscher Richtung unterwegs sind und über den Verkehrsfunk gemeldet werden. Doch leider ergeben die Studien hierbei auch, das 76 bis 80 Unfälle das entspricht circa 0.05 Prozent durch Falschfahrer verursacht werden. Hierbei enden die meisten so herbeigeführten Unfälle tödlich.

Die schlimmsten der durch Geisterfahrer verursachten Unfälle des vergangenen Jahres ereigneten sich hierbei im November 2012 in Baden-Württemberg auf der A 5, als sechs Menschen die Falschfahrt mit dem Leben bezahlten. Im Oktober war die A 46 im Sauerland betroffen, hier starben fünf Menschen.

Foto: Autobahn (über dts Nachrichtenagentur)

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