Wirtschaft

Lasten durch Bankenregulierung von Chef der Dekabank befürchtet

Banken-Hochhäuser

Michael Rüdiger, Chef der Dekabank, eines Dienstleisters der Sparkasse, fürchtet in den Regulierungen auf dem Finanzsektor eine beachtliche Last. Er begründet diese neuen Maßnahmen zur Regulierung mit erhöhten Komplexitätsrisiken für die Dekabank und sagt gegenüber der Dienstagsausgabe des Handelsblattes, dass die Regulierungsmaßnahmen die Dekabank wie ein Erdrutsch treffen. Große Herausforderungen bedeuten die knappen Ressourcen sowie die verschiedenen Wechselwirkungen.

Seit November vorigen Jahres steht Michael Rüdiger an der Spitze der Dekabank. Er verwies auf die für die Sanierungspläne geltenden Vorschriften sowie auf die Eigenkapitalanforderungen nach Basel III. Rüdiger weist darauf hin, dass die Wertpapierberatung an den Schutz der Verbraucher hohe Anforderungen stellt. Die Dekabank fühlt sich nach Auskunft von Rüdiger durch die Summe der Regulierungen schlichtweg überreguliert. Die einzelnen Maßnahmen sind durchaus berechtigt, doch in ihrer Gesamtheit stellen sie die Bank vor eine schwierige Aufgabe.

Im Hinblick auf den Aktienmarkt in Deutschland äußerte Michael Rüdiger Optimismus. Die Ergebnisse der Wahl haben noch zu keinen Veränderungen an den Rahmenkonditionen geführt. Weiterhin ist die Wirtschaftslage stabil, was zu weiteren Kursanstiegen führen könnte, wie Rüdiger sagte.

Zu der von den Notenbanken betriebenen Politik sieht Rüdiger gegenwärtig keine vernünftige Alternative. Die Börsen werden gegenwärtig besonders durch die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve angetrieben, die eine überaus lockere Geldpolitik betreibt und die Wirtschaft in den USA wieder ankurbeln soll. Der Chef der Dekabank sprach sich dafür aus, dass die Übernahme der Landesbank Berlin, die im Jahre 2007 durch die Sparkassen vollzogen wurde, die richtige Entscheidung zu der damaligen Zeit war. Es war richtig, das Sparkassengeschäft der LBB in der Finanzgruppe der Sparkassen zu behalten. Die Sparkassen müssen inzwischen hohe Beträge darauf abschreiben. Zum Kompetenzbereich der Dekabank gehören das Fondgeschäft und teilweise das Geschäft der LBB auf dem Kapitalmarkt. Weitere Übernahmen werden von der Dekabank gegenwärtig nicht angestrebt, Rüdiger sieht künftig Wachstumsmöglichkeiten für die Dekabank auch ohne weitere Zukäufe.

Foto: Banken-Hochhäuser (über dts Nachrichtenagentur)

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