Wirtschaft

Laut einer Studie reduzieren sich möglicherweise die Anspruchsberechtigten für Mindestlohn

Euroscheine

Das DIW, deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, hat herausgefunden, dass der ab 2017 in Kraft tretende Mindestlohn, doch nicht so viele Menschen betrifft, als bisher angenommen. Seit dem Jahr 2011 hat sich die Zahl der Arbeitnehmer, die weniger als 8,- Euro in der Stunde verdient haben, um etwa die Hälfte reduziert. Bis zum Jahr 2015 soll sich die Zahl ebenfalls deutlich verringern.

Die Parteien einigten sich auf einen Mindestlohn, doch wollte die Union einige Gruppen von dieser Regelung ausnehmen. Das könnte laut der Studie sehr bald hinfällig sein, denn auch hier hat sich die Zahl der extrem gering verdienenden verringert. So hat sich auch laut DIW die Zahl der Arbeitnehmer mit Minijobs verringert. Insgesamt hat sich der Arbeitsmarkt entspannt, diese Meinung vertritt das Institut, denn die Wirtschaftslage habe sich insgesamt entspannt und das würde sich im Arbeitsmarkt widerspiegeln.

Der Trend nach besseren Löhnen sei nach wie vor anhaltend und das Institut will seine Forschungen fortsetzen, so Karl Brenke, der Arbeitsmarktexperte des DIW.

Wenn man die Gruppen, wie von der Union gefordert, ebenfalls berücksichtigt, dann sinkt die Zahl der Anspruchsberechtigten nochmals. Davon betroffen sind unter anderem Rentner, Praktikanten, Studenten sowie Schüler oder Ehrenamtliche. Inwieweit die Arbeitnehmer betroffen sind, deren Tätigkeiten die über einen Stücklohn oder auch Pauschallohn abgerechnet werden, ist zurzeit noch nicht geklärt. Zu diesen Berufsgruppen kann man die Beförderung oder austrage Tätigkeiten zählen. Wer letztendlich vom Mindestlohn betroffen ist, lässt sich noch nicht genau abschätzen. Dazu ist eine genauere Analyse erforderlich.

Brenke, der DIW-Forscher sieht ganz andere Gefahren im Bezug auf den Mindestlohn. Er warnte davor, dass der Arbeitsmarkt hier gezielt Studenten oder Rentner unter den Mindestlohn einsetzt und somit einen Verdrängungseffekt auslöst. Ausführliche Erläuterungen könnten dies verhindern. Brenke fordert von der Regierung starke Kontrollen, da die Menschen aufgrund des geringen Verdienstes, viele Überstunden leisten und wenn es den Mindestlohn gibt, dann dürfte hier die Zahl ebenfalls deutlich ansteigen.

Foto: Euroscheine (über dts Nachrichtenagentur)

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