Wirtschaft

Laut Französischer Notenbank gibt es keine EZB-Spaltung

EZB

Der Notenbankgouverneur Christian Noyer aus Frankreich hat die EZB, die Europäische Zentralbank verteidigt. Der Vorwurf, die Bank sei gespalten und die Vertreter zwischen den Ländern aus dem Norden und dem Süden seien zerstritten, wies Noyer ab. Er habe nur eine Einstimmigkeit beobachten können und die Debatten waren ausschließlich sachbezogen. Weiter sagte Noyer, er habe den Eindruck gewonnen, Ökonomen oder Politiker, die gegen den Euro gestimmt haben, die Mitglieder verunsichern und auseinander bringen wollen. Das wird nach Meinung von Noyen nicht gelingen, denn das Gegenteil wird der Fall sein. Der Notenbankgouverneur forderte Deutschland auf, mehr Anstrengungen zu zeigen, die aber Exporte nicht belasten.

Für ganz Europa ist die Exportstärke Deutschlands ein wesentlicher Faktor und als positiv zu bewerten. Als Beispiel nannte Noyer BMW, doch für den Inlandskonsum könnte Deutschland noch mehr tun und den Sektor bezüglich Dienstleistungen mehr ausweiten. So wären zum Beispiel Kindergartenplätze sinnvoll. Auf jeden Fall könnte Deutschland die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Auch für die eigene Regierung hatte Noyer Empfehlungen bereit, hier forderte er mehr Reformen und ein härteres durchgreifen.

Kürzungen bei den Ausgaben belasten, nach Meinung des Notenbankgouverneurs das Wachstum nachhaltig. Steuererhöhungen hingegen könnten hier die bessere Lösung sein. Unternehmen muss die Möglichkeit eingeräumt werden, mehr investieren zu können. Die Kaufkraft zu stärken, ist laut Noyer nicht notwendig, da hier eine stabile Dynamik zu sehen ist. Viel wichtiger ist es, Unternehmen zu unterstützen und für einen Strukturwandel in Frankreich zu sorgen.

Noyer möchte seine Regierung dahin gehend ermutigen, sich neuen Reformen zu öffnen. Im Bereich der Gütermärkte aber auch im Bereich des Arbeitsmarktes sollte sich die Regierung anpassen und Risiken eingehen. Es bestehe keinen Grund zur Angst bei den geplanten Prüfungen der Banken und den Bilanzen. Hier sollten keine übereilten Schlüsse gezogen werden, denn die Euro-Krise werde noch eine Weile anhalten. Im Bereich Immobilien empfiehlt es sich laut Noyer, eine Aufsichtsbehörde einzuschalten.

Foto: EZB (über dts Nachrichtenagentur)

Leave a Comment