Lohnsteuerkarte 2010 – Steuerklassenwahl 2010 – Faktorverfahren für Ehegatten (Stand: 23.11.2009)

Montag, 23. November 2009 21:23 Views: 21

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  • 2010 wird letztmals die Lohnsteuerkarte in Papierform versendet. Diese Karte wird ab 2011 stufenweise durch eine elektronische Form ersetzt.
  • Das bedeutet, dass die Lohnsteuerkarte 2010 etwas länger gültig sein wird als normalerweise: Sie soll nämlich auch noch für das Jahr 2011 anwendbar sein. Arbeitgeber dürfen die Karte also nicht Ende 2010 vernichten, sondern behalten sie noch ein weiteres Jahr. Wer den Arbeitsplatz wechselt, nimmt die Karte wie gehabt mit – auch in 2011. Berufseinsteiger in die Ausbildung sollen ohne Ersatzbescheinigung nach Steuerklasse I besteuert werden können. Für alle Änderungen und Eintragungen ist ab 2011 das Finanzamt zuständig. Ab dem Jahr 2012 ist allein die Finanzverwaltung dafür zuständig, dem Arbeitgeber die notwendigen Merkmale für die Besteuerung des Arbeitnehmers zu übermitteln.
  • Neu hinzu kommt nun ab 2010, dass die Steuerpflichtigen nicht nur die Wahl zwischen den bereits bekannten Steuerklassen haben, sondern sich auch noch für die Lohnsteuerklasse IV mit Faktorverfahren entscheiden können.
  • Dieses neue Verfahren ist für die Fälle gedacht, in denen einer der Partner auf Grund der Steuerklasse V neben dem geringen Verdienst auch noch einen höheren Lohnsteuerabzug mit der Steuerklasse V in Kauf nehmen muss.
  • Mit dem Faktorverfahren wird erreicht, dass bereits mit dem monatlichen Lohnsteuereinbehalt die voraussichtliche Jahreseinkommensteuerschuld abgeführt wird. Nachzahlungen, die mit der Steuerklassenkombination III/V bei großen Lohnunterschieden oft auftreten, werden weitgehend vermieden. Anders als bei der Steuerklasse V werden auch beim Ehegatten mit dem geringeren Verdienst Freibeträge wie das steuerfreie Existenzminimum und die Vorsorgepauschale berücksichtigt, so dass die Lohnsteuer geringer als bei der Steuerklasse V ausfällt. Der Partner mit dem höheren Verdienst zahlt jedoch mehr Lohnsteuer als bei der Steuerklasse III.
  • Dieser Antrag ist beim Wohnsitzfinanzamt unter Vorlage beider Steuerkarten zu stellen.
  • Da bei Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld, Krankengeld, Elterngeld u.ä. das Nettoeinkommen Berechnungsgrundlage für die Höhe der Leistungen ist, kann die Wahl des Faktorverfahrens für den Ehegatten mit dem geringeren Verdienst vorteilhaft sein. Wie bisher fallen die Leistungen jedoch am höchsten aus, wenn die Steuerklasse III zugrunde gelegt wird.

(Stand: 23.11.2009)

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