Politik

Merkel und Putin gemeinsam in Sankt Petersburg

Angela Merkel und Wladimir Putin

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Staatschef Wladimir Putin, haben den Eklat beigelegt, denn beide gaben bekannt, dass sie gemeinsam zur Ausstellung in Sankt Petersburg, wo Beutekunstwerke ausgestellt sind, gehen. Putin als auch Merkel bestätigten, dass sie eine Lösung gefunden haben und nun verabredet sind, gemeinsam zur Ermitage zu gehen. Die Ausstellung sei zu wichtig und man werde die Gelegenheit nutzen und nochmals Stellung beziehen, so Merkel.

Bei einem direkten Gespräch, dass zwischen Merkel und Putin geführt wurde, einigte man sich darauf, dass beide sich zur Ausstellung äußern würden. Somit wäre das Problem gelöst und Putin beteuerte, dass er zu keinem Zeitpunkt ein Problem mit Merkels Statement gehabt habe, es ging lediglich und die Zeitfrage. Nun aber habe sich herausgestellt, dass die Bundeskanzlerin doch genügend Zeit zur Verfügung habe.

Am Morgen wurde der gemeinsame Auftritt abgesagt, da Frau Merkel angeblich bei der Begrüßung eine Rückgabe der Beutekunstwerke gefordert habe.

Ruprecht Polenz von der CDU und der Vorsitzende des auswärtigen Ausschusses im Bundestag verteidigte die Entscheidung von Bundeskanzlerin Merkel. Merkel hatte nach Streichung ihres Grußwortes angekündigt, nicht an der Eröffnung der Ausstellung teilzunehmen. Dies geschah kurz vor der Meinungsänderung aus Moskau. Laut Polenz hatte Merkel keine andere Wahl gehabt, nach Streichung ihres Grußwortes, als die Anwesenheit bei der Eröffnung der Ausstellung abzusagen.

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel wird die Ausstellung auf keinen Fall kommentarlos besuchen und das ist laut Polenz auch richtig so. Sie soll auch nicht den Eindruck erwecken, dass Deutschland von dem Anspruch abrückt, denn die Rückgabe der Beutekunst sei absolut berechtigt. So kritisierte Polenz das Vorgehen der Russen als nicht sehr diplomatisch. Polenz findet die Streichung der Grußworte sogar ärgerlich und als sehr unschön. Durch dieses Verhalten würden die deutsch-russischen Beziehungen aber nicht beeinträchtigt. Der Anspruch der Beutekunstwerke sei ein ohnehin bekanntes und eingrenzbares Thema.

Merke befindet sich in Sankt Petersburg aufgrund des Internationalen Wirtschaftsforum, an dem sie teilnimmt. Doch eine Lösung des Themas der Beutekunst wird es so schnell wohl nicht geben.

Foto: Angela Merkel und Wladimir Putin (über dts Nachrichtenagentur)

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