Politik

Mögliche Koalition zwischen SPD und der Linken

Gregor Gysi

Fraktionschef Gergor Gysi möchte schon im Januar ein Gespräch mit der Führung der SPD führen, in dem es um die zukünftigen Regierungsbündnisse gehen wird. Bei der Linken habe man erreicht, dass die SPD den Beschluss verwerfen musste, nicht diesen nicht zu koalieren. Das nächste Mal wird man also gezwungen sein, auch mit den Linken zu sprechen. Vielleicht dachte man bei der SPD, das alles geschehe wegen einer taktischen Vorgehensweise. Doch es ist fast unmöglich, so eine Tür jemals wieder zu schließen. Aus diesem Grund plant Gysi jetzt, mit dem Chef der SPD Sigmar Gabriel zu sprechen. Zunächst möchte dieser nur auskundschaften, was möglich wäre und was nicht. Als Ziel müsse man sich setzen, die inhaltlichen Positionen der SPD und der Linken aneinander anzunähern.

In einem Gespräch mit „hr-Info“ plädierte Gysi, dass einige Vertreter der beiden Parteien über Wirtschaftsthemen und Soziales, über Friedensfragen und Europapolitik sprechen müssen. Somit könnte man ausloten, ob für die nächste Wahl im Jahr 2017 eventuell eine Zusammenarbeit seitens der SPD möglich ist. Nach Meinung Gysis laufe die Opposition derzeit nicht gut genug. Er beschrieb sein Verhältnis zu der Fraktion mit folgenden Worten. Er sagte, es sei mehr eine Rangelei mit ansatzweise kindischen Zügen. Das liege wohl daran, dass sich weder die Grünen noch die Linke wirklich daran gewöhnt haben, die einzigen Fraktionen in der Opposition zu sein. Beide müssten ihre Aufgaben noch finden, sagte Gysi.

Denkt man ein wenig zurück, so hat in dieser Hinsicht eine klare Entwicklung stattgefunden. Noch vor knapp 2 Jahren gab Sigmar Gabriel der Koalition mit der Linken keine Chance. Doch die vergangene Wahl und die aktuelle Konstellation zeigen, dass man lieber nichts mehr ausschließen sollte. Um Deutschland in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht weiterzubringen, könnte es notwendig sein, unkonventionelle Wege zu beschreiten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage bis zur nächsten Bundestagswahl entwickeln wird.

Foto: Gregor Gysi (über dts Nachrichtenagentur)

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