Politik, Wirtschaft

Nein zur Rente mit 63, warnt der Arbeitgeberpräsident Kramer

Senioren mit Rollstuhl

Berlin-, wie jetzt zu erfahren war, hat Ingo Kramer, der neue Präsident der Arbeitgeber, die eventuell neue schwarz-rote Koalition vor einer abschlagfreien Rente ab 63 Jahren gewarnt. Wie er verlauten ließ, würden die Pläne der SPD für die Rentenversicherung eine milliardenschwere Mehrbelastung bedeuten. So wie er der "Welt" weiter berichtete käme das in der Wirkung einer kompletten Rentenrücknahme mit 67 Jahren gleich, denn so bliebe von der derzeitigen Entlastungswirkung, die die Rentenversicherung erlebt, nichts mehr übrig.

Er bezeichnete das Ganze als ziemlich unsolidarisch, da es eine Mehrbelastung für die jüngere Generation bedeutet. Die SPD hat im Fall einer großen Koalition die Forderung gestellt, Arbeitnehmern die 45 Jahre im Arbeitsleben gestanden haben, eine abzugsfreie Rente zu gewähren, was einer abzugsfreien Rente mit 63 Jahren gleichkommt. Jedoch ist hierbei noch nicht ganz klar ob es für 45 Versicherungsjahre mit Phasen, wo der Arbeitnehmer nicht beschäftigt war oder nur für 45 Beitragsjahre gelten soll, was den Kreis der Empfänger um einiges reduzieren würde. Ein weiterer Grund der Rente ab 67 ist aber auch die Tatsache, dass man nur schwer auf ältere Arbeitnehmer verzichten kann, so Kramer weiter. Denn nur weil mit viel Anstrengung die Älteren Arbeitnehmer in Beschäftigung gehalten werden konnten, ist viel erreicht wurden.

So hat sich auch in den letzten Jahren die Anzahl derer, die mit 60-64 Jahren noch in Beschäftigung stehen nahezu verdoppelt. Aber auch die Altersrente wird heute durchschnittlich erst mit 64 Jahren ausgezahlt. Deshalb ist es Irrsinn daran etwas zu ändern und die Erfolge, die so erzielt wurden zu gefährden, sagte der Arbeitgeberpräsident.

Damit dieser positive Trend auch weiterhin bestehen bleibt, müssen die Unternehmen alles daran setzen, um die Älteren Arbeitnehmer weiter zu beschäftigen. Es ist auch ungerecht, so Kramer weiter, wenn Frührentnern von den Rentenabschlägen ausgenommen würden. Er begründet es damit: "Das die Arbeitnehmer, die vorzeitig in Rente gehen und somit länger Rente beziehen nicht die gleiche Rente beziehen dürfen wie Arbeitnehmer die später gehen und nicht so lang Rente beziehen". Kramer warf der SPD in diesem Zusammenhang aber auch vor, dass vor allem die Bezieher hoher Renten davon profitieren würden, da dieses Rentenprivileg von Arbeitgebern mit geringeren Rentenansprüchen mitfinanziert würde und das kann nicht der Sinn dieser Regelung sein.

Foto: Senioren mit Rollstuhl (über dts Nachrichtenagentur)

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