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Nun steht auch Merkels Handy auf der Abhörliste

Angela Merkel

Jetzt wurde bekannt, dass auch das Handy von der Bundeskanzlerin schon seit längerer Zeit abgehört wurde. Diese Informationen stammen aus der NSA-Datei, die eigentlich geheim war. Leider geht aus dem Bericht aber nicht hervor, welche Daten im Einzelnen gespeichert und genutzt wurden. Es ist noch nicht geklärt, welche Gespräche mitgeschnitten wurden. Die Auswertung der Daten ist ebenfalls noch nicht genau bekannt. Sicher ist, dass Merkel ein begehrtes Ziel von der Ausspäh-Aktion war. Unklar ist auch weiterhin, wer alles involviert ist bei diesem Auftrag und welche Daten im Mittelpunkt standen.

In der US-Botschaft in Berlin unterhält der SCS, auch Special Collection Service, eine Spionagedependance, die zum einen nicht angemeldet ist und zum anderen dafür sorgt, dass Mitarbeiter alle Kommunikationen, die im Regierungsviertel stattfinden, abhören. Die Geräte sind modernste Hochleistungsantennen und könnten großen Schaden anrichten, der sich auf die freundschaftlichen Beziehungen zu anderen Regierungen auswirken könnte.

Europa weit gab es schon in früheren Jahren Einrichtungen, die ähnlich aufgebaut waren und ähnliche Aufgaben als Auftrag hatten. Alle Spionageniederlassungen hatten nur ein Ziel und Berlin ist da keine Ausnahme. Allein in Deutschland sind zwei Standorte bekannt und auch in ganz Europa sind solche Einrichtungen strategisch gut verteilt. Auch das ist im Inhalt der NSA-Datei zu finden.

Selbstverständlich wurden interne Gespräche zwischen der US-Regierung und der Bundesregierung geführt. Dabei wurde das Aufklärungsziel, das die Bundeskanzlerin im Fokus hatte nicht ausdrücklich dementiert. Susan Rice, die Sicherheitsberaterin von dem US-Präsidenten Obama, versicherte jedoch in einem Gespräch mit Christoph Heusgen, dem außenpolitischen Berater der Kanzlerin, dass im Augenblick und auch künftig eine Überwachung ausgeschlossen werden kann. Obama hingegen hat in einem privaten Gespräch mit der Kanzlerin betont, nichts von einer Abhöraktion gewusst zu haben, denn er hätte diese sofort beendet.

Nun soll dennoch als Konsequenz auf die Affäre eine neue Ausrichtung und Erweiterung der Spionageabwehr ausgebaut werden. Unter anderem soll in Erwägung gezogen werden, die Zahl der Mitarbeiter zu erweitern.

Foto: Angela Merkel (über dts Nachrichtenagentur)

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