Politik

Peer Steinbrück erhält Unterstützung durch Hannelore Kraft

Peer Steinbrück

Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der SPD, erhält Unterstützung durch die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin und stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Hannelore Kraft. Trotzdem der Kanzlerkandidat enttäuschende Umfragewerte hinnehmen musste, rät ihm Hannelore Kraft, sich selbst treu zu bleiben. Sie sagte in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“, dass Steinbrück Ecken und Kanten habe und die Menschen gerade das an ihm mögen. Hannelore Kraft ist sich sicher, dass Steinbrück als Kanzler geeignet sei. Sie erteilte innerparteilichen Kritikern eine klare Absage.

Kraft brachte klar zum Ausdruck, dass der Spitzenkandidat das Sagen habe und dass es dabei keine Kompromisse geben dürfe. Kraft gesteht ein, dass der Auftakt der Kanzlerkandidatur Steinbrücks nicht gut war. Sie plädiert jedoch für mehr Nachsicht im Umgang mit Spitzenpolitikern. Auf keinen Fall könne die Politik roboterhaft abgespielt werden, da alle nur Menschen und keine Maschinen seien und daher Fehler machen. Kraft kritisierte die Tatsache, dass die Politiker für jeden Halbsatz angeprangert würden und dies nicht gut für die Demokratie sei. Kraft betonte, dass sie nicht nur Peer Steinbrück, sondern auch Karl-Theodor zu Guttenberg, Christian Wulff und andere Politiker verteidigen würde. Die öffentliche Debatte über die Kanzlerkandidatur Steinbrücks führte zur Verunsicherung in der Partei. Kraft erlebte, dass diejenigen, die Mitglied in der SPD sind oder dieser Partei nahe stehen, Steinbrück für den besseren Kanzler halten.

Kraft sprach sich für mehr Gelassenheit bei schlechten Umfrageergebnissen aus. Sie erinnert an die Wahl im Jahr 2010, aus der sie als Ministerpräsidentin hervorging. Noch vier Monate vor der Wahl hatte Ministerpräsident Rüttgers 51 Prozent Zustimmung, Kraft lag nur bei 38 Prozent. Niemand glaubte an die SPD, doch gab sie nicht auf. Kraft ist gegen den Ausschluss von Koalitionen und ist für Rot-Grün. Niemand will die Große Koalition. Stehen die Prozentzahlen am Wahlabend fest, so kommt es nicht darauf an, was rein rechnerisch steht, sondern vor allem was inhaltlich machbar ist.

Foto: Peer Steinbrück (über dts Nachrichtenagentur)

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