Politik

Politiker der CDU fordern Ausnahmen beim Mindestlohn

Euromünzen

CSU und CDU Politiker unterstützen die aktuellen Forderungen des CSU-Chefs Horst Seehofer. Dieser setzt sich für Ausnahmen bei dem gesetzlichen Mindestlohn ein und sprach bereits die SPD auf treffende Absprachen in dem Koalitionsvertrag an. Demnach sollte die SPD offen für alle handfesten sowie überzeugenden Argumente sein, äußerte sich Julia Klöckner, CDU-Vorsitzende. Zurzeit gilt die Absprache, dass man den Mindestlohn einführen möchte, jedoch müsste man bei der Umsetzung absolut flexibel bleiben.

Auch, wenn Trophäen sicherlich eine große Rolle spielen und man stolz auf sie sein kann, so ist es keineswegs ein Verlust seiner Glaubwürdigkeit, wenn man das Interesse der Menschen berücksichtigt und nach lebensnahen Lösungen sucht.

Klöckner fordert Ausnahmen für den Mindestlohn, und zwar für Rentner, Saisonarbeiter und Studenten. Es wäre beispielsweise nicht sinnvoll, einen Mindestlohn fürs Zeitungsaustragen zu zahlen, da es diesen Menschen nicht darum gehe, den kompletten Lebensunterhalt damit zu bestreiten. Ganz ähnlich ist die Ansicht von Michael Fuchs, CDU-Wirtschaftspolitiker. Er sagte, Seehofer liege mit seiner Meinung vollkommen richtig. Es müsse Differenzierungen geben, da sonst Arbeitsplätze verloren gehen könnten.

Fuchs sagte, für Praktikanten, Auszubildende, Rentner und Saisonarbeiter brauche der Mindestlohn nicht zu gelten. Führt man ausschließlich Hilfsarbeitertätigkeiten aus, müsse von dieser Regelung befreit werden. Praktikanten würden die Unternehmen viel Geld kosten. Gälte der Mindestlohn auch für Saisonarbeiter, so stiegen unter Garantie die Lebensmittelpreise. Max Straubinger, parlamentarischer Geschäftsführer sieht die Lebensmittelqualität hingegen nicht gefährdet. Dennoch seien die Ausnahmen bei Saisonarbeitern wichtig, damit die Wettbewerbsfähigkeit garantiert werden könne, äußerte er sich. Die ortsansässige Landwirtschaft sei immer noch der größte Garant für gesunde und saubere Lebensmittel. Deshalb erinnerte Straubinger den Koalitionspartner an einige Vereinbarungen und forderte sie dazu auf, den Vertrag genauer durchzulesen. Dort sei nämlich niedergeschrieben worden, dass Arbeitsplatzverluste keine Folge des Mindestlohnes sein dürften. Deshalb sollen sich die Ausnahmen am Wettbewerb der Unternehmen ausrichten. Weiterhin dürfe man nicht das aktuelle System zur Ausbildungsplatzvergütung komplett verwerfen.

Foto: Euromünzen (über dts Nachrichtenagentur)

Leave a Comment