Politik

Russland und US-Senator gegen Chemiewaffen

Straßenszene in Syrien

Da die Vereinigten Staaten und auch Russland sehr viel Erfahrung mit der Vernichtung der Chemiewaffenarsenale haben, hat Richard Lugar, der frühere US-Senator vorgeschlagen, dass man mit Russland gemeinsam gegen eine Verbreitung der Chemiewaffen in Syrien vorgehen sollte. Trotz des Bürgerkrieges in Syrien könnte eine solche Operation vonstattengehen, sonst laufe man auch Gefahr, dass der Bürgerkrieg so schnell nicht beendet werden kann und der Konflikt sich sogar noch ausweiten könnte. Man sollte nicht erst auf ein Ende des Krieges hoffen, denn dann könnte es auch schon zu spät sein.

Aber eine Einmischung von Soldaten lehnte Lugar ab, da dies nur zu weiteren Konflikten führen und somit die Situation eskalieren ließe.

Wenn es gelänge, alle Minderheiten an einen Tisch zu bringen, dann wäre es möglich, demokratisch Regelungen zu finden. Lugar ist der Meinung, dass zu viel Einmischen alles nur verschlimmern würde, als einfach nichts zu tun. Jeder, der ein Gewissen hat, sollte nicht einfach nur zuschauen, wie Menschen sich gegenseitig töten. Dennoch ist es empfehlenswert, die Angelegenheit mit Fingerspitzengefühl zu regeln. Da die Menschen unbedingt sich gegenseitig erschießen wollen, so wird auch kein Militär etwas dagegen ausrichten. Das Gleiche gilt laut Lugar auch für eine Flugverbotszone.

Lugar kritisierte auch Obamas Maßnahmen, seiner Meinung nach habe sich Obama wohl bedrängt gefühlt und sich dann hinreißen lassen.

Alles in allem zeigte sich Lugar auch zuversichtlich, dass man auch ohne ein Eingreifen der Militärs etwas bewirken kann, obwohl man keine Änderungen von den Wahlen im Juni erwarten kann. Besonders eindrucksvoll fand Lugar, dass Attacken im Internet, eine Verzögerung in dem Atomprogramm bewirken konnten. Mit Vertrauen in Operationen des Geheimdienstes, macht es möglich auf Einsätze von militärischen Truppen zu verzichten. Die jüngsten Erfahrungen haben gezeigt, dass man mit einem Einmarsch keine Waffen finden kann. Einen absoluten Wandel der Politik sein im Moment jedenfalls ausgeschlossen.

Foto: Straßenszene in Syrien (über dts Nachrichtenagentur)

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