Wirtschaft

Schneller Kulturwandel bei der Deutschen Bank, Fehlanzeige glaubt der SPD-Fraktionsvize

Deutsche Bank

Joachim Poß von der SPD-Bundestagsfraktion hat sich jetzt im Bankenbereich für weitere Regulierungsmaßnahmen ausgesprochen und das auch mit dem versprochenen Kulturwandel der Deutschen Bank in Verbindung gebracht. Der stellvertretende Vorsitzende sagte hierzu, wer die über Jahrzehnte andauernde Deregulierungen wieder korrigieren möchte, benötigt hierfür einen sehr langen Atem.

Weiter sagte Poß gegenüber dem "Handelsblatt-Online", dass auch für den Kulturwandel des Herrn Fitschens gilt. Denn wer Jahrzehnte lang mit überzogenen Erwartungen an Renditen sowie die Einladung zum Zocken herangegangen ist, kann so etwas nicht in kurzer Zeit aus dem Gedächtnis der Mitarbeiter löschen. Denn noch immer gibt es Banken, welche keine ausreichende Regulierung erfahren und das übersehe Herr Fitschen, so Poß weiter. Einige Bereiche wurden von der Politik bereits nach der Finanzkrise bearbeitet, doch bei den Schattenbanken ist noch immer sehr viel zu tun. So sollte gerade nach den letzten Enthüllungen, welche die Manipulation auf dem Devisenmarkt zeigten, noch genauer geprüft und hingeschaut werden.

Gregor Gysi der Fraktionschef der Linken riet Fitschen sowie den anderen Bankenchefs, dass sie sich einmal genaue Gedanken darüber machen sollten, wie sie es erreichen können, wieder Dienstleister für die Realwirtschaft und die Bürger zu werden. Doch stattdessen würde immer weiter am Casinorad gedreht, so Gysi gegenüber des "Handelsblatt-Online". Der Deutsche Bank Co-Chef, denkt stattdessen immer noch, dass er der Politik doch die Leviten lesen könnte und das macht immer noch deutlich, das die Großbanken noch immer zu mächtig sind.

Und auch Priska Hinz die Chefhaushälterin der Grünen argumentierte so: "Das die Aufsichtsstrukturen und das Regelwerk welche bestehen noch immer nicht ausreichen, denn genau das zeigen die Prozesse und Skandale, die es noch immer um die Banken gibt. Um diese Finanzplätze noch krisensicherer zu machen, liegt noch ein sehr großer Teil der Wegstrecke, die es zu bewältigen ist, bevor, so Hinz gegenüber dem "Handelsblatt-Online".

Um das zu erreichen, dürfte kein Finanzplatz, kein Akteur und auch kein Produkt ohne Regulierung sowie eine unabhängige Kontrolle sein.

Foto: Deutsche Bank (über dts Nachrichtenagentur)

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