Wirtschaft

Spätstarter-Initiative trägt Früchte

Bundesagentur für Arbeit

Pünktlich zum neuen Jahr gibt es eine positive Jahresbilanz des vergangenen Jahres. So stellte die Bundesagentur für Arbeit fest, dass die Spätstarter-Initiative rund 31.000 jüngere Arbeitslose dazu bewegen konnte, ohne einen Berufsabschluss eine Ausbildung zu beginnen. Das hat die einzelnen Jobcenter ganze 500 Millionen Euro gekostet. Jedoch konnte man somit jungen Erwachsenen ohne einen Berufsabschluss helfen, da diese ohnehin mit sehr großen Hürden kämpfen müssten, äußerte sich der BA-Vorstand zur „Welt“.

Jeder dieser jungen Leute hat noch mindestens 30 Jahre, bis er in Rente gehen kann. Hier sei eine zweite Chance angebracht. Die wohl beliebtesten Ausbildungsberufe seien derzeit Altenpfleger, mit 14 Prozent, Bürokaufleute, mit 13-prozentigem Anteil und Lager- und Logistikfachleute, immerhin noch mit 12 Prozent. Nicht unbeliebt sind auch Ausbildungen in Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie Metallbearbeitung.

Weiterhin sagte der BA-Vorstand, man müsse vor allen Dingen dafür sorgen, dass alle Spätstarter durchhalten. Hierfür könne es zusätzliche Anreize finanzieller Natur geben. Jemand könnte beispielsweise für seinen zusätzlichen Aufwand eine Entschädigung von 150 Euro pro Monat erhalten. Aber auch diejenigen, die anstrengende Weiterbildungen absolvieren, bräuchten Unterstützung.

Normalerweise rentieren sich 1-Euro-Jobs mehr als Ausbildungen. Allerdings dürfte es zu solch einer Schieflage nicht kommen. Es über 1 Million junger Menschen bis 35 Jahre, welche keinen Beruf gelernt haben. Etwa die Hälfte davon ist arbeitslos.

Eine Anstellung finden sie meist als Minijobber, als Hilfskräfte oder als befristete Zeitarbeiter. Werden sie einmal nicht mehr gebraucht, sind sie erneut auf das Jobcenter angewiesen. Diese Entwicklung müsste man aufhalten und das geht nur mit stabilen Erwerbsbiografien. Deshalb wird man auch in Zukunft damit rechnen können, dass Spätstarter ins Berufsleben mit einigen Zuschüssen unterstützt werden. Diese Investition ist sinnvoll für die Wirtschaftslage des Staates. Je weniger Arbeitslose es gibt, umso besser fällt die Bilanz aus. Nur mit einer soliden Berufsausbildung gibt es tatsächlich die Chance, längerfristige Anstellungen zu finden.

Foto: Bundesagentur für Arbeit (über dts Nachrichtenagentur)

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