Politik

Sprachförderung für Migrantenkinder im frühen Alter gefordert

Mann mit Kind

Doris Schröder-Köpf (SPD), die Ehegattin des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder und neue Integrationsbeauftragte im Bundesland Niedersachsen, sprach sich anlässlich eines Integrationsgipfels für eine bessere Sprachförderung von Kindern bereits im frühen Kindesalter aus. Sie weist gegenüber dem „Handelsblatt-Online“ darauf hin, dass zahlreiche Kinder mit Migrationshintergrund, die in Deutschland leben, im Vorschulalter große Sprachdefizite aufweisen. Diese Kinder würden Probleme in der Schule haben und dem Unterricht nicht folgen können, wenn sie nicht bereits im Vorschulalter gefördert werden würden. Diese Kinder würden den Anschluss an den Stoff verlieren und auf der Strecke bleiben, das gilt es mit einer stärkeren und gezielten Förderung zu verhindern. Doris Schröder-Köpf sprach sich weiterhin für eine engere Zusammenarbeit zwischen Kinderkrippen, Kindertagesstätten und Grundschulen aus. Die Förderung sollte nicht nur auf Kindergarten und Vorschule begrenzt werden, denn sie müsste im Schulalter fortgesetzt werden, damit die Kinder dem Stoff folgen können.

Doris Schröder-Köpf lobte die guten Ansätze, die bereits in Niedersachsen vorhanden sind, doch müssten diese Ansätze weiter ausgebaut werden. Sie sprach sich dafür aus, die Eltern dieser Kinder besser mit einzubeziehen, denn dies ist ein wichtiger Beitrag für den Erfolg der Sprachförderung und der Integrationspolitik. Die Eltern müssen dabei unterstützt werden, um ihre Kinder besser bei der sprachlichen Entwicklung zu fördern.

Ein Problem, nicht nur in Niedersachsen, sondern auch in anderen Bundesländern, ist, dass viele Eltern mit Migrationshintergrund einfach immer noch gehemmt sind, mit den Lehrern über den Leistungsstand der Kinder zu sprechen oder die Lehrer anzuregen, auf Probleme der Kinder hinzuweisen. In diesem Zusammenhang sprach sich die Politikerin für Elternlotsenprojekte aus, denn so könnte der Kontakt zwischen Eltern und Lehrern intensiviert werden. Eine Vermittlungsrolle könnten Lehrer mit Migrationshintergrund übernehmen, da sie über eine Vorbildfunktion verfügen. Ähnliche Rollen gibt es bereits bei der Polizei in Niedersachsen, denn die Polizisten mit Migrationshintergrund wissen bestens mit den Problemen der Migranten Bescheid und können entsprechend handeln.

Foto: Mann mit Kind (über dts Nachrichtenagentur)

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