Politik

Streit innerhalb der CSU wegen Verwandtenaffaire

Horst Seehofer

Schlimm genug, dass es überhaupt einen Skandal wegen der Verwandtenaffaire gibt, aber nun sorgt sie auch noch für Streit innerhalb der CSU. So ist zum Beispiel Horst Seehofer, der CSU-Parteichef, überzeugt davon, dass der Verkehrsminister und Parteikollege Peter Ramsauer diese Krise nicht ernst genug nimmt, sie sogar eher verharmlost. Denn Ramsauer soll gesagt haben, dass es die Wähler diese Affaire schon nicht so schlimm empfinden würden, denn es wäre wohl nicht dramatisch, dass Ehefrauen und Kinder mit beschäftigt worden sind.

Von dieser Meinung möchte sich Seehofer deutlich distanzieren, da man die Hintergründe nicht genau kennen würde und man eine Untersuchung abwarten müsse. Seehofer findet es sehr wichtig was die Wähler denken und man könne nicht abschätzen, wie die Wähler das empfinden.

Horst Seehofer findet es nicht in Ordnung, dass sich Peter Ramsauer so über diesen Skandal hinwegsetzt, denn er kann nicht wissen, wie die Wähler darüber denken. Aus diesem Grund mahnte Seehofer zur Vorsicht. Da die Kabinettsmitglieder immer mehr unter Druck geraten, will Seehofer aber weiterhin vorerst einmal zu dem Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, dem Innenstaatssekretär Gerhard Eck sowie dem Kultusstaatssekretär Bernd Sibler halten, denn der Druck auf die bayerischen Kabinettsmitglieder wächst stetig. Der Verdacht scheint sich immer mehr zu verstärken, dass die CSU-Politiker ihre Ehefrauen als Abgeordnete eingestellt haben.

Die Verwandten und Ehefrauen sollen eingestellt worden sein, als man sich gegen eine solche Möglichkeit aussprechen wollte. Dies war im Jahr 2000 beschlossen worden. Es sollte nicht mehr gestattet werden, das Politiker ihre Verwandten einstellen. Dies war für die drei CSU-Politiker Anlass genug schnell noch ihre Ehefrauen einzuschleusen.

Als Grund wurden besondere Umstände angegeben.

Seehofer erklärte, dass er mit den betroffenen Politkern noch nicht persönlich gesprochen habe und er sich gerne selbst davon überzeugen wolle, ob überhaupt der Verdacht bestätigt werden kann. Eine andere Alternative gäbe es für ihn nicht, denn alles andere wäre verantwortungslos.

Foto: Horst Seehofer (über dts Nachrichtenagentur)

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