Politik

Überprüfung der Staatsleistungen für die Kirche gefordert

Kölner Dom (

Durch den Bischof Franz-Peter Tebartz van Elst, der in Limburg tätig ist, wurde eine heftige Debatte ausgelöst, denn dieser hat, nach Meinung der Öffentlichkeit, Geld für seinen Amtssitz verschwendet. Aus diesem Grund haben die Parteien die Linke und auch die Grünen Gedanken darum gemacht, wie der Staat in Zukunft mit der Kirche umgehen sollte. Die Politiker fordern das Verhältnis müsse unbedingt geändert und neu ausgerichtet werden.

Schon vor einiger Zeit hatte Christian Lindner, der jetzt als vorläufiger FDP-Chef fungiert, einen Vorstoß in dieser Richtung gewagt. Nun haben sich nach den Geschehnissen in Limburg die Parteien die Grünen und die Linken Lindner angeschlossen. Die Politiker dieser Parteien sind der Meinung, dass die Staatsleistungen, die an die Kirchen gehen, schon veraltet sind und längst nicht mehr zeitgemäß sind. Auch das Verhältnis zwischen Kirche und Staat müsse genauso überprüft und angepasst werden, wie alle anderen Leistungsverhältnisse auch.

Für die Partei die Linken sitzt im Parteivorstand Raju Sharma und dieser ist für religionspolitische Fragen verantwortlich. Sharma ist ganz besonders daran interessiert, dass man die Staatsleistungen ändert, und freut sich, dass die Partei FDP wieder zu ihrer liberalen Grundhaltung zurückgekehrt ist.

Für die Grünen ist Konstantin von Notz als Innenpolitiker aufgrund eines Beschlusses seiner Partei an dieser Runde beteiligt. Hier hatte man bei einem der letzten Parteitage beschlossen eine Kommission einzusetzen, die das Zusammenwirken von Staat und Kirche reformiert. Wichtige Themen wie zum Beispiel die Weltanschauung und die Gemeinschaft sind für das neue Konzept vorrangig. Bei den Verhandlungen, die mit den Politikern und den Religionsgemeinschaften geführt werden, will man auch eine Bund-Länder-Ebene ins Auge fassen.

Auf jeden Fall können die alten und starren Staatsleistungen angesichts der letzten Vorkommnisse und den Krisen in der Wirtschaft, so nicht mehr bestehen bleiben und müssen dringend geändert werden. Von beiden Seiten wurde Bereitschaft für Gespräche signalisiert und man hofft auf gute Zusammenarbeit.

Foto: Kölner Dom (über dts Nachrichtenagentur)

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