Wirtschaft

Warnung über ein Trennbanksystem in Deutschland

Banken-Hochhäuser

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) und der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) Markus Kerber haben deutlich vor einem Trennbankensystem in Deutschland gewarnt. Bei getrennten Geschäftsfeldern kümmern sich die Banken nach wie vor um sich selbst und die Kunden bleiben außen vor. Bereits in der Energiewirtschaft habe es extreme Strukturveränderungen gegeben, da habe man ebenfalls eingegriffen und nicht auf die Auswirkungen geachtet. Bei den Finanzen, so Kerber, wären die Folgen nicht abzuschätzen.

Michael Kemmer (BdB-Hauptgeschäftsführer) und Markus Kerber (BDI) betonten, dass Bankengeschäfte sehr viel komplexer seien. Hier müsse man unbedingt genau überdenken, denn einzelne Risiken müsse man einfach im Blick haben, dies habe man ganz klar durch die Finanzkrise gelernt. So kritisierten Kemmer und Kerber auch den aktuellen Gesetzesentwurf, denn dieser sei zu unübersichtlich, denn vorzupreschen sei keine Alternative. Ein Hochfrequenzhandel würde an den Börsen fehl am Platz sein und kein Vorstand würde dies begrüßen. Dennoch wäre dies auf jeden Fall besser als einen extrem massiven Eingriff verkraften zu müssen, denn die jetzige Bankenstruktur wäre für die Industrie besser geeignet.

Diese Meinung vertreten Kemmer und Kerber, sie setzen sich auch für die Verteidigung ein den der umstrittene Wertpapierhandel durch Hochleistungscomputer ausgelöst hat. Sie betonten weiterhin, dass der Finanzvorstand Dinge benötige, um auf dem Markt bestehen zu können. So gehöre natürlich ein Hochfrequenzhandel dazu, denn er könne einen wertvollen Beitrag leisten.

Bei der Frage nach der Sicherung europäischer Einlagen betonten die Herren, dass man hier sehr deutlich die verschiedenen Prioritäten erkennen könne. Auf lange Sicht wären aber diese Einrichtungen nötig.

Würden deutsche Privatbanken in Schwierigkeiten geraten, dann hätte es nach Ansicht der Herren Kemmer und Kerber sehr große Auswirkungen auf Europa. Die Herren raten zur Besonnenheit, denn viele Entscheidungen müssten national geregelt werden und dürften nicht europäisiert werden. Die bestehenden Einlagensicherungen in Deutschland müssten, laut der Herren, auf jeden Fall weiterhin unantastbar bleiben.

Foto: Banken-Hochhäuser (über dts Nachrichtenagentur)

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