Was erwartet uns in 2012 ?
FDP plant Steueroffensive für 2012
Die FDP will auch im neuen Jahr mit dem Thema Steuern bei den Wählern punkten. Wie die “Bild-Zeitung” (Montagausgabe) berichtet, wollen die Liberalen unter anderem weitere Steuervereinfachungen für Bürger und Unternehmen durchsetzen. Danach sollen beispielsweise Steuerbescheide künftig verständlicher gestaltet und die steuerliche Förderung von Pflegekosten vereinfacht werden, bestätigte der FDP-Obmann im Finanzausschuss, Daniel Volk, der Zeitung.
“Es gibt unzählige Vorschriften und Einzelfallregelungen, die kein Bürger mehr nachvollziehen kann. Da müssen wir ran”, sagte Volk. Zugleich wollen die Finanzpolitiker der FDP-Bundestagsfraktion den Gesetzentwurf zur Steuerentlastung verschärfen. Es müsse sichergestellt werden, dass der Einkommenssteuertarifverlauf auch nach 2014 dauerhaft so angepasst werde, so dass die kalte Progression abgemildert werde. Bisher heißt es im Gesetzentwurf lediglich, dass eine regelmäßige Überprüfung des Tarifverlaufs stattfinden soll.
Was sich sonst noch ändert finden Sie in der folgenden Infografik. Diese wurde uns durch das Wirtschaftsmagazin wofam zur Verfügung gestellt.
Was wird sonst noch für 2012 prognostiziert ?
Wolfgang Schäuble warnt vor einem schwierigem Jahr
Angesichts von Schuldenkrise und Konjunkturabkühlung rechnet Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) für 2012 mit größeren Problemen und Herausforderungen für Politik und Bürger als 2011. In einem Interview mit der “Bild-Zeitung” (Montagausgabe) erklärte Schäuble: “Mit dem Jahreswechsel sind nicht alle Probleme des Jahres 2011 verschwunden.
In den letzten Tagen des alten Jahres haben uns Nachrichten aus dem mittleren Osten und Asien in Atem gehalten und auch bei der Stabilisierung der Eurozone müssen jetzt viele Staaten ihre Hausaufgaben erledigen. 2012 wird wahrscheinlich schwieriger als 2011.” Schäuble betonte jedoch, die deutsche Wirtschaft sei “gut aufgestellt”.
Es seien “richtige und wichtige Weichenstellungen vorgenommen” worden. “Daher hoffe ich, dass wir am Ende des Jahres, wenn nichts unvorhergesehenes passiert, so da stehen werden, dass die Bürger mit Zuversicht in das nächste Jahr schauen”, so der Finanzminister.
Der Bauernpräsident Sonnenleiter hält die Preisstruktur für 2012 stabil
Obwohl die deutschen Landwirte 2011 mit einem Minus abschließen und erneut 12 Prozent weniger Getreide als im schlechten Vorjahr hatten, sagt Bauernpräsident Gerd Sonnleitner stabile Preise voraus. Der “Bild-Zeitung” und “bild.de” (Montagausgabe) sagte er: “Da die Lagerbestände gut sind, können wir der weltweiten Nachfrage nachkommen. Wir rechnen mit stabilen Preisen, da ist keine Kostenexplosion zu erwarten.”
Ebenso würden höhere Strompreise nicht gleich am Markt spürbar. Sonnleitner: “Das Versprechen der Politik, dass es die Energiewende zum Nulltarif gibt, ist schlichtweg nicht wahr. Wir rechnen mit deutlich höheren Stromkosten 2012, aber die werden sich nicht sofort auf die Warenpreise schlagen.” Allerdings hätten sich die Gemüsebauern noch nicht von der EHEC-Krise erholt: “Das war die reinste Katastrophe, weil die vorschnellen Verzehrwarnungen zu irreparablen Verlusten geführt haben. Über 75 Millionen Euro Einbuße allein bei den Gemüsebauern, da neben Gurken und Tomaten auch andere Gemüse verweigert wurden.”
Sonnleitner mahnte verantwortlicheres Handeln an, ohne den Verbraucherschutz zu vernachlässigen: “Panik ist kein guter Berater, Sorgfalt ist besser.” Die Euro-Krise habe die Bauern noch nicht erreicht. “Der Euro ist gut, wir stehen geschlossen hinter der Währung, aber wenn die EU die Schuldenkrise nicht in den Griff bekommt, reißt es auch die Bauern mit in den Abgrund”, so der Bauernpräsident. Insgesamt sei jedoch der Stellenwert der Landwirtschaft in der Bevölkerung gestiegen: “Die Menschen sind bewusster und können heimische Produkte wieder wertschätzen.” Man bemerke, “dass die Landwirtschaft zum Energie-Mix beiträgt, Versorgungssicherheit in Europa garantiert und wir mit Nahrungsmitteln nicht vom Ausland abhängig sind”. Das sei ein guter Ausblick für die Bauern.
(df)
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