Wirtschaft

Zypern sprengt den erwarteten Finanzbedarf

Flagge von Zypern

Als wenn man es nicht schon geahnt hätte, der Finanzbedarf von Zypern wird schon während der Laufzeit von dem Euro-Rettungsprogramms deutlich höher ausfallen, als man bisher angenommen hatte. So soll der Rahmen 23 Milliarden Euro überschreiten. Zypern steuert wohl angeblich 13 Milliarden Euro selbst bei, doch aus der Vereinbarung des ESM, dem Euro-Rettungsfonds, gehe deutlich hervor, dass man mit einem erheblichen Bedarf rechnen muss.

Durch die Bankenrekapitalisierung, die durch die Nutzung von Sparguthaben zustande kommt, und den weiteren Sparmaßnahmen komme wohl eine beträchtliche Summe zusammen, und somit würden die Euro-Staaten und der IWF, der Internationale Währungsfonds, mit ihrem Rettungspaket von 10 Milliarden Euro, nicht weiter belastet. Aber einige Geldgeber vertrauen der Wirtschaft von Zypern noch nicht und rechnen mit einem sehr deutlichen und extremen Einbruch.

In der kommenden Zeit wird Zypern viele Maßnahmen umsetzten müssen, denn man rechnet mit einem Zusammenschrumpfen des Bruttoinlandsproduktes, dem BIP. Die Höhe soll bis zu 8,7 Prozent betragen. Dem Handelsblatt Troika soll eine exakte Analyse der Schuldentragfähigkeit vorliegen, aus der hervorgehen soll, dass man im laufenden Jahr schon damit rechnen kann. So soll auch die Prognose vorliegen, dass man mit einem Höhepunkt des Schuldenstandes für 2015 rechnet. Dieser soll sich dann bei 126,3 Prozent liegen, jedoch zum Ende des Hilfsprogramms nur noch bei 121,9 Prozent liegen. Die Zeiten werden zuerst wohl sehr schwer werden für Zypern, dennoch sehe man auch ein Erfolg und ein Ausweg. Man ist auch davon überzeugt, dass die Maßnahmen letztendlich auch greifen und somit auch wieder verbessert werden können.

Bezüglich des Rettungsprogramms sind wohl noch Möglichkeiten vorhanden, auf jeden Fall will man sich zu weiteren Verhandlungen treffen und sich beraten. Die Euro-Finanzminister sind der Meinung, dass man noch kleine Änderungen vornehmen könne, um noch weitere Möglichkeiten zu schaffen, vielleicht doch schneller aus der Misere herauszukommen, um die Schulden wieder schnellstmöglich loszuwerden und die Wirtschaft wieder zu stabilisieren.

Foto: Flagge von Zypern (Leonid Mamchenkov, Lizenztext: über dts-news.de/cc-by)

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