Politik, Wirtschaft

Zyperns Kampf nicht ausreichend gegen Geldwäsche

Flagge von Zypern

Leider reichen die Bemühungen und der Kampf gegen die Geldwäsche in Zypern nicht aus, denn die Kontrollen sowie die Schutzmaßnahmen sind sehr ausgeprägt. Die Prüfer äußerten sich sehr kritisch und forderten eine Korrektur des Rettungspaketes, das bereits verabschiedet wurde.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte stellte einen Expertenbericht dem Europarat zur Verfügung. Aus diesem geht hervor, dass man eine Empfehlung ausspricht, die besagt, dass in der Korrektur auch ein Aktionsplan enthalten sein sollte. Nach der Analyse von Deloitte wurden Daten von über 390 Kunden, die über zwei Milliarden Euro bei zyprischen Banken eingelagert haben, konnten die zyprischen Banken keinen Geschäftspartner identifizieren. Betroffen waren sechs zyprische Banken, die außerstande waren genauere Angaben zu machen.

Komplexen Treuhandstrukturen waren bis zu drei Konstrukten zwischengeschaltet, dies wurde bei den meisten Fällen festgestellt. Die eigentlichen Begünstigten konnten somit nicht leicht herausgefunden werden. Informationen über Kunden und ihre Konten konnten in nur neun Prozent aller überprüften Fälle eindeutig geklärt werden. Diese Bilanz zeigte deutlich, dass hier auf jeden Fall Handlungsbedarf bestehe.

Selbst die einfachste Überprüfung ergab, dass besonders die man an den Wirtschaftsdatenbanken unternommen hat, ergaben, dass bei den überprüften Kunden sich politisch exponierte Kunden befunden haben. Leider haben sich die Banken nicht die Mühe gemacht, dies auch zu überprüfen, so wurden diese Personen von den Banken nicht als solche erkannt.

Bei dem vertraulichen Bericht heißt es in der Zusammenfassung auch, dass auch die Kredithäuser nicht wirklich in der Lage waren Transaktionen bezüglich der Geldwäsche als verdächtig einzustufen und zu entdecken oder gar zu entlarven. So konnte man nur selten Verdachtsanzeigen registrieren. Im Vorjahr waren es sogar noch weniger Fälle bekannt. Der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte gelang es innerhalb von nur wenigen Wochen gleich mehrere Transaktionen feststellen die man als verdächtig einstufen konnte zu entdecken.

Die Prüfer konnten auch bei einer Kontrolle und Überprüfung Schwächen bei dem Handelsregister feststellen, die weitreichende Folgen haben können.

Foto: Flagge von Zypern (J. Patrick Fischer, Lizenztext: über dts-news.de/cc-by)

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